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Queer as Folk Sex

Let's talk about Sex, Baby: Mein persönliches #QueerAsFolk

13:12Nicky Kerosene

© Pinktrashtravels.blogspot.com


Let's talk about Sex: Mein persönliches Queer as Folk

Das ich nicht gerade das Unschuldslamm Nummer 1 bin, sollte mittlerweile jedem bekannt sein. Aber weil ich ständig und wirklich STÄNDIG dazu befragt werde, gibt's hier nicht nur Einsichten in mein Sexualleben, sondern es wird auch HAARGENAU definiert, wie, wo, was!

+++ MEIN SEX +++
(Passiv: Ich lass mich..., Aktiv: Ich mache...)
Blasen: Aktiv 
Sex: Passiv
Lecken: Passiv
SM / BDSM: Keinesfalls
Kot / Urin: Keinesfalls
Schmerz / Blut: Keinesfalls
Fesseln: Mit einem langwierigen Partner / Beziehung: Na klar!
Klaps auf den Po: Auf jedenfall
Mit #cockinasock vertraut: Oh ja!
"Runterholen": Aktiv
Mindestgröße des Beglückungsstabes: Sagen wir mal ab 13cm
Ab dieser Größe kriege ich Angst: 25cm+
Stimmt's "Es ist egal wie groß, sondern wie": Nein. Eine bestimmte Größe und Vorliebe hat jeder.
Erstes Mal: Dezember 2010, ich war 15, er auch.
Verrücktester Ort: im Kinosaal  bei laufendem Film und hinter durchsichtigen Büschen auf'm Stadtfest.
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So, schön das wir das dann mal geklärt haben. Ich meine so schwer kann das doch nicht sein? Mit meinem Aktiv/Passiv-Verhalten müsste man auch eigentlich so vertraut sein, ohne nachzufragen. Denn ich bin transsexuell und will das Ding da unten ja garnicht haben. Denn ist es doch klar, dass ich das Ding auch von niemand anderen anfassen lasse, oder? Logisch!

Wie gesagt: Mein erstes Mal war im Dezember 2010. Es war kurz vor Weihnachten mit einem sehr guten Freunde, in den ich damals verliebt war. Konnte er also perfekt ausnutzen, hat er dann auch gemacht. 

MEIN ERSTES MAL
ging unglaubliche 5 Stunden. Und ich war so laut, dass meine Mutter mitten in der Nacht reinkam und mich angeschrien hat, während ich auf dem Beglückungsstab saß, den der freundliche, junge Mann mir zur Verfügung gestellt hatte. Nennt sich umgangssprachlich auch Penis. Da ich aber lattenstramm war, war es mir eigentlich auch egal. Ich hab Sie gefragt, ob Sie mich nachher weckt und ob wir zusammen Kaffee trinken, nach einem "Ja" ging Sie wieder raus und es ging weiter, bis ich irgendwann total erschöpft neben ihm eingeschlafen bin. Meine Mutter hat erstmal ein paar Tage nicht wirklich mit mir geredet, weil Sie total angepisst war, dass ich das ganze Haus vom Schlafen abgehalten habe, aber trotzdem haben wir zusammen Kaffee getrunken. Ich bin dann zurück in mein Zimmer, mit einer frischen, eisgekühlten Cola, habe ihn sanft aufgeweckt, indem ich ihn geküsst hatte (Was er mochte, obwohl nur ich in ihn verliebt war) und ihm die gekühlte Cola gegeben. Ich wusste natürlich, dass er das gerne mochte, einen kräftigen Schluck zu trinken, nachdem er Sex hatte und gerade aufgewacht war. Im Gegensatz zu mir, war er nämlich keine Jungfrau mehr. Na gut, jetzt bin ich's ja auch nicht mehr.

IN EINER BEZIEHUNG? KEIN DING!
Ich war damals sehr aufmüpfig. So sehr, dass ich desöfterem in Kontakt mit den Bundesbehörden war. Vom Jugendamt, über das Gesundheitsamt, über Polizei bis hin zum städtischen Krankenhaus war mir alles vertraut. Meine Kindheit war nicht gerade prickelnd. Ich habe mir daher in meiner Jugend auch andere Regeln aufgebaut. Ich habe getan, was ich wollte und wenn mich jemand aufhalten wollte, war das sein Schuh. Nicht meiner. Ich habe mich also auch nicht davor gescheut, mit jemanden zu schlafen, oder jemanden zu beglücken, wenn dieser in einer Beziehung war, vorrausgesetzt natürlich, dass ich in keinem engen Kontakt zu dieser Person stehe. Bis auf einmal hat das auch wunderbar geklappt. Ich konnte haben, wen ich wollte. Und ich verstehe garnicht warum, denn eine Strand-Schönheit war ich nicht. Trotzdem bekam ich die heißesten und "Arschlöcherigsten" Personen, die ich haben wollte. Auf beides stand ich nämlich tierisch. Und wenn Arschloch auch noch gut aussah, war es eh um mich geschehen. In den ersten 12 Monaten meiner Nicht-Jungfräulichkeit hatte ich dann auch mal eben knapp 30 Kerle auf der Liste. Von Singles, über langjährige Beziehungen war alles auf meiner Liste zu finden.

TUT MIR LEID
Wie gesagt, einmal hat es nicht geklappt. Da habe ich eine sehr gute Freundin um Ihren Freund beschissen. Sie hat es mir verziehen, weil Sie sich eh von ihm trennen wollte (was ich zu dem Zeitpunkt aber nicht wusste). Kurz darauf war dann auch Ende. Bis heute lieben wir beide uns, als wären wir Schwestern und Sie hat es auch schon lange vergessen bzw. denkt nicht mehr daran. Mir tut es aber immernoch leid. Es verstieß gegen meine eigenen Regeln, die sehr, sehr locker und freizügig geschaffen waren.

DAS JAHR 2014
Bis heute hatte ich eine sehr lockere, nur eigenständige Kindheit und Jugend. Da ich bis auf zwei Monate (in der ich eine offene Beziehung mit Sex mit verschiedenen Männern) keine Beziehung hatte, hatte ich somit mehr als 3 Jahre Zeit, mich mit möglichst vielen Partnern zum Geschlechtsakt zu treffen. Auf meiner Liste sind daher etwa 70 Namen. Nicht mit allen hatte ich Sex, aber mit den Meisten. Es sind auch einzelne Namen, denen ich beispielsweise nur einen geblasen habe oder Ähnliches.

BEREUE ICH ES?
Tatsächlich wurde ich das oft gefragt. Nein, definitiv nicht. Ich lebe das Leben, wie ich es haben möchte. Ich hatte trotz meiner schweren Verhältnisse und vielen Gewaltschlägen in meinem Leben eine wunderbare Kindheit und Jungendzeit, die ich mir selbst, nach meinen Vorstellungen, gebaut habe. Ich bereue keinen einzigen Mann, mit dem ich jemals Sex hatte. Denn ansonsten hätte ich mich auch nicht mit ihm getroffen. Mit hat jedes einzelne Mal sehr, sehr viel Spaß gemacht und mit einigen dieser Männer führe ich eine enge Freundschaft oder Bekanntschaft. Deswegen bereue ich kein einziges Mal in meinem Leben.

BIST DU EINE SCHLAMPE?
Ich bezeichne mich selber, ebenso wie meine ENGEN Freunde es dürfen, gerne als Schlampe. Aber nicht deswegen, weil ich mich als Schlampe fühle, sondern weil es üblich ist, bereits nach dem Ersten Mal als Schlampe zu gelten, während hingegen "wahre Männer" die Checker sind. Man darf mich gerne als Schlampe ansehen oder so bezeichnen, denn ich gebe eh einen Fick auf die Meinung anderer. Ich selber sehe mich aber nicht als Schlampe, sondern als eine Person, die Spaß in Ihrem Leben hatte und keine vertrocknete, eingestaubte, Mini-Vagina hat.

AIDS / HEPATITIS...?
Ich gehe natürlich auf Nummer sicher. In jedem Fall war entweder, z.B. durch langjährige Freundschaft oder gemeinsame Arztbesuche klar, dass keine Krankheiten vorliegen, oder ich habe mich selbst geschützt, indem ein Kondom verwendet wurde. Bis heute gehe ich fest - alle vier Monate - zur Untersuchung auf Geschlechtskrankheiten, inklusive HIV und AIDS. Seit dem Anfang meiner Sexualität bis zum heutigen Tage habe ich nie eine Geschlechtskrankheit gehabt und ich werde auch dafür sorgen, dass ich keine haben werde.

Eure Nicky Kerosene 


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