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RTL TV

Undercover Deutschland: Pedobärchen und Kinderkäufer

20:57Nicky Kerosene


© Das RTL-Logo ist ein eingetragenes Warenzeichen der RTL Gruppe.

Wieder einmal bildet uns das Fernsehen auf höchstem Niveau: Hart IV-TV macht's wieder möglich. 

Saskia und Ich kamen mal wieder in den Hochgenuss unsere liebsten Assi-TV-Senders RTL. Nach Programmen wie "Familien im Brennpunkt" und der ganzen anderen Scheiße hat sich RTL nun mit "Undercover Deutschland" schön in die Scheiße gerissen.

Das Privat-TV einfach im Interesse der Werbekunden liegt und man Einschaltquote braucht, um richtig Geld zu schaffeln ist ja nunmal jedem bewusst. Aber eine Sendung daraus zu machen, sich als Pädophilen auszugeben und in einen geheimen Kleinkinder-Zirkel einzutreten ist das Höchste aller Granaten.

Zwei "Reporter", männlich - zuständig für die Pädophilen und weiblich - zuständig dafür, ein Kind illegal zu verkaufen, haben Einblicke in fantastische unfantastische Welten gegeben.

So gab sich der junge "Reporter" als Pädophiler aus, den in einschlägigen, anonymisierten Foren mit Pädophilen chattete, um in deren "Zirkel" zu kommen. Sofort geschafft ging es nun darum, ein Jahr lang diese Pädophilen zu treffen, sich mit diesen zu unterhalten, und über "Ereignisse" in möglichst reell dargestellten Situationen zu reden.

Die Grundthematik dieser TV-Sendung war ja sehr gut. Man sollte auf die Pädophilie aufmerksam machen und zeigen, wie einfach es ist, in Deutschland sein Baby direkt nach der Geburt zu verkaufen. Die angewendeten Methoden dagegen waren unter aller Sau.

Die Geschichte mit dem Verkauf eines Babies war in dieser Sendung proportional uninteressant. Wer nur einmal Leihmutter bei Google eingibt, kommt auf einschlägige Webseiten. Und wer so dumm, herablassend und menschenverachtend ist, wie diese Mütter, die Ihre Kinder verkaufen wollen, hat generell nichts auf diesem Planeten zu suchen. Somit war das Thema für uns beide sehr uninteressant.

Wenn man sich aber vorstellt, dass man einen "Reporter" in die Situation bringt, mit einem Pädophilen-Clan "abzuhängen", um ein wenig Bildmaterial und Action in diese Sache zu bringen, kann man sich nur an den Kopf fassen. Man muss sich vorstellen, dass man als Reporter, um glaubwürdig herüber zu kommen, tatsächlich die Gedanken an Sex mit Kindern fassen muss, um sich überhaupt in diese Rolle hinein zu versetzen. Und zu sagen, dass nach Drehschluss die Gedanken gewichen sind, ist ziemlicher quatsch. Über ein ganzes Jahr lang musste sich der "Reporter" nun damit befassen, tagtäglich daran zu denken, Kinder zu missbrauchen. Er musste sich darüber austauschen und Erlebnisse in seinem Kopf zusammenbilden, um diese an die anderen weitergeben zu können, um deren Vertrauen zu erlangen.

Nach etwa 35 Minuten Spielzeit wurde dieser Pädobären-Kreis nun endlich von der Polizei abgefangen. Das ist zwar für eine TV-Sendung ein überdurchschnittlich hoher Verdienst, aber wenn man bedenkt, dass ein "Reporter" ein ganzes Jahr lang mit solchen Gedanken gequält wurde, ist dies doch ziemlich verachtend.

Weitere Anregungen, Reaktionen und ein Talk mit Sassy im Video: 

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