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London Spy Netflix

London Spy | A Netflix Original Series

07:57Nicky Kerosene



London Spy ist eine fünfteilige Psychodrama-Serie, die auf Netflix als Netflix Original Series verfügbar ist. Hier ein kompletter Seriendurchlauf mit starken Kürzungen, extremen spoilern und zum Schluss ein Review.

Prolog
Die Serie beginnt mit dem jungen, drogensüchtigen Daniel, der auf dem Weg zu einer Party ist. Eine Zeit später, ohne die Party zu sehen, verlässt er die Discothek und ruft verschiedene Menschen an, um hier Unterkunft zu finden. Da keiner abnimmt oder das Angebot ablehnt, zerschmettert er auf der Brücke sein Telefon. Der zufällig joggende Alex sieht Daniel, der gerade sein Handy zerschmettert hat, fragt ob alles okay sei, worauf Daniel antwortet "Würdest du mich kennen, wüsstest du, dass es mir immer gut geht."
Die beiden wechseln Blicke, Alex gibt Daniel einen Drink, worauf hin dieser wieder weg joggt.

Daniel findet daraufhin keinen Schlaf, geht mehrere Tage hintereinander zur Brücke zurück, in der Hoffnung, auf Alex zu treffen. Zunächst sieht er ihn nicht, bis er sich auf die Treppe setzt und Alex von der anderen Seite daher joggt.

Daniel geht auf Alex zu, beginnt ein Gespräch und fragt "Bist du schwul?", was Alex mit Nein beantwortet. Daniel denkt, es sei ein Missverständnis gewesen und geht weiter. Doch bei einem Blick zurück, sieht er, dass Alex die leere Verpackung des Drinks aufhebt, die Daniel zuvor auf den Boden schmiss. Daniel geht zurück, worauf hin die beiden sich zu Alex Wohnung begeben.

Als Alex eine Dusche nimmt, sieht sich Daniel seine Wohnung an und stößt dabei auf den Laptop, dass im Hintergrund ein Programm zeigt, dass im späteren Verlauf der Serie eine wichtige Rolle spielt.

Eine Romanze beginnt
Zunächst beim frühstücken, bei dem Alex das Essen ausgibt, da er ahnt, dass Daniel kein Geld hat mit dem Kommentar "Ich durchschaue leicht Menschen", wird aus dem einen Frühstück eine liebevolle Affäre, die sich im kurzen Serienfenster auf über acht Monate hinaus zögert.

Alex wird von Daniel Scully vorgestellt, einem älteren, ebenso homosexuellen Mann, der zugleich der beste Freund von Daniel ist. Auch er spielt eine beachtliche Rolle in der Sendung.

Fast Forward
... An einem Morgen stehen Daniel und Alex in der Küche. Daniel fragt Alex, ob Sie am Wochenende verreisen möchten. Zwischenzeitlich geschehen sind unter anderem intensive Gespräche, das erste Mal zwischen den Beiden und dem ersten Analsex von Alex, sowie Strandspaziergänge, indem sich die beiden intensiv austauschen.

Alex stimmt dem Angebot zu, erhöht die Lautstärke des Radios und sagt, dass er zuvor noch einen neuen Akku für seinen Laptop benötige.

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Daniel begibt sich zu Alex' Wohnung und versucht verzweifelt, die Tür eröffnet zu kriegen. Doch Alex öffnet nicht und meldet sich auch nicht weiter.
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Daniel begibt sich zu Scully und sagt ihm, dass bereits 11 Tage verstrichen sein, seitdem das letzte Gespräch statt gefunden hat, woraufhin Scully damit antwortet, Daniel solle Alex vergessen und weiter nach vorne schauen.
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Daniel begibt sich zu seiner Arbeit in einem Logistikzentrum, worauf hin der Paketscanner ihn anweist, eine andere Richtung einzugehen. Misstrauisch folgt Daniel den Anweisungen des Geräts, dass ihm zu einem leichten, unscheinbaren Paket führt. Als er das Paket öffnete, befanden sich darin vier Schlüssel, die für Alex' Wohnung geeignet sind.
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Daniel begibt sich zur Wohnung, schließt die Türen auf und begibt sich nach mehreren fehlgeschlagenen Suchen durch unterschiedliche Räume auf dem Weg zum Dachboden, als er sieht, dass etwas von oben herab auf den Boden tropft.
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Auf dem Dachboden stößt er auf ein zurecht gemachtes Bett, Drogen, Sexspielzeuge, verschiedene Fesselmaterialien und Lack-/Lederanzüge und -Kostüme, die in einem althölzernen Schrank aufbewahrt werden.
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Als er zur Seite sieht, stößt er auf eine Kiste, aus der eine rote Flüssigkeit heraus tritt. Sobald er die Kiste geöffnet hat, sah er seinen drappierten Alex' tot in der Kiste liegen.
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Er rief die Polizei, worauf hin er das Telefon auf den Boden knallte, wobei eine Drappierung am Akku gesehen werden kann. Er stürzt wieder rauf zum Dachboden, begibt sich zum dort stehenden Laptop, der zuvor ein Video zeigte, wie man einen bestimmten Knoten machte, öffnete den Laptop und sah, dass am Akku etwas befestigt war. Das daran gebastelte Objekt nimmt er mit.

Fast Forward
Daniel steht im Verdacht, der Mörder von Alex' zu sein, woraufhin er und Scully sich auf das Mysterium einlassen, Nachforschungen betreiben und auf verschiedene und großzügige Unstimmigkeiten treffen. Mehrere Personen begegnen Daniel, die einen gutwillig, die anderen böswillig.
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Sie betreiben intensive Nachforschungen und versuchen einen Code aufzudecken, der für das Gerät, dass am Akku befestigt war, notwendig ist.

Zwischenzeitlich
Daniel entdeckte eine Karte, die zu einem elitären Callboy-Service führten, traf sich mit einem dieser Callboys, der dafür bezahlt wurde, Alex um den Finger zu wickeln. Er spielte den Kellner des Restaurants, dass Alex beinahe täglich besuchte. Nach einem einmaligen treffen, hörte dieser nichts mehr von Alex. Daniel teilte ihm mit, dass Alex tot sei. Der Auftrag des Callboys, der durch eine Unbekannte Person erteilt wurde, hatte jedoch bereits sein Ende gefunden. Über den Tod war er mehr oder weniger schockiert.

Weiter
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Nach einigen Überlegungen und mehreren Handlungen, gibt Daniel den Code "000001" ein, der für ein Gespräch steht, indem sich Daniel und Alex über "den einen Seelenverwandten" gesprochen haben, woran Alex jedoch nicht glaubte.
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Innerhalb dieses Objekts befindet sich ein USB-Stick, für dessen Entschlüsselung mehr Menschen gebraucht werden. Scully, der Verbindungen zu verschiedenen Institutionen hat, fand heraus, dass das befindliche Programm, das auf dem USB-Stick lief, von niemanden gesehen werden dürfte und dass alle Sicherheits-Agenten der Welt stimmig waren, dieses Produkt niemals zu zeigen. Sie wenden sich an einen Professor, der das Gerät entschlüsselt.
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Dabei stellt sich heraus, dass es sich um einen absolut präzisen und unfehlbaren Lügendetektor handelt.
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Der entschlüsselnde Professor begegnet zum Ende der Szenerie damit, dass er froh sein, "wenn Sie in einer Woche noch leben würden."
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Kurz darauf hin, schwenkt es zu einer Szene über, in der Scully im Auto sitzt und Daniel anruft, um ihm mitzuteilen, dass dieser ein Schreiben hinterlassen hätte. Im selben Atemzug fließt eine Art Gas in den hinteren Bereich des Autos, der Scully umbringt. Auf dem Weg zu Brief, der an einem alten Platz hinterlegt ist, an den Scully viele Erinnerungen zu seiner alten Agentenzeit pflegte, wurde er so aufgehängt, als wäre es ein Selbstmord gewesen.
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Daniel wird gesagt, er sollte die Untersuchungen abbrechen, während mehrere eigene Ermittlungen ins Nichts führen, währenddessen er bereits von den Anschuldigungen des Mordes entlastet wurde, dies jedoch nicht auf Basis der ermittelnden Polizisten, sondern einer Art "höheren Macht oder Machtperson".

Zwischen den Ereignissen
Daniel traf auf Alex' Mutter, Alex richtiger Name sei Alistair, die Mutter zeigte eine Art Abneigung gegenüber Alistair/Alex, Sie war sehr kalt und schroff, sagte jedoch, dass Sie Ihren Sohn lieben würde.

Letzte Episode / Fast Forward
In der letzten Episode wird das gesamte Mysterium um Alex aufgeklärt. Hierbei stellt sich unter anderem heraus, dass die Mutter nicht Alex' Mutter ist, sondern die Haushälterin, die in zwei Folgen zuvor, vorgab, Alex Mutter zu sein, was von der eigentlich bedachten Mutter ausgeklügelt wurde. Es stellt sich jedoch heraus, dass die erste Annahme richtig war, und die Haushälterin tatsächlich Alex' Mutter war. Alex' würde davon nichts wissen, ob dies jedoch so stimmt, ist unbekannt.

Die Mutter erzählte von der verhängnisvollen Nacht, in der Alex starb. Er hätte zugeben müssen, sich niemals wieder mit seinem alten Leben zu beschäftigen und nach Amerika zu fliegen, als er in der Kiste eingesperrt wurde. Die "falsche Mutter", die als richtige Mutter geglaubt wurde, ging die Treppen herunter zu einem Untersuchungsraum, voll mit unterschiedlichen Agenten, Securities und Doktoren. Der von Alex entwickelte Lügendetektor, enttarnte, dass er sein altes Leben nicht aufgeben würde und das er die vermeintliche Mutter nicht lieben würde.

Dies wurde zu seinem Verhängnis, dass letzendlich den Tod brachte. Die darin beteiligten Menschen täuschten von nun an alles vor, schufen alle möglichen Beweise hinfort und sorgten dafür, dass Nichts ans Licht käme.

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Die Haushälterin, die eigentlich Alex' Mutter ist, zündete das Labyrinth an, dass Alex inmitten seines 5. Lebensjahres selbst erbaut hatte.
Zuvor gab die Nicht-Mutter bekannt, dass Alex als ihr eigener Spion diente, da Sie es in der Vergangenheit nicht geschafft hatte, selbst eine zu werden. Stattdessen musste Sie die Parties ihres Agenten-Mannes austragen und verfiel in Alkoholsucht.

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Die Serie endet damit, dass die Nicht-Mutter Daniel hinaus begleitet. Daniel begibt sich zum Auto, als sich die Tür erneut öffnete und die Nicht-Mutter ins Auto sprang. Sie wollte damit helfen, dass diese gesamte Angelegenheit ans Licht käme. Die Serie endet damit, dass die Nicht-Mutter sagt, dass "es keine Chance gäbe, dass Sie es schaffen würden."

Damit endet die Serie.

Das Review

Dieses fünfteilige Psychodrama hat mich unheimlich in den Bann gefasst. Ich war so auf die Serie versessen, dass mir nicht einmal bekannt war, dass es sich nur um fünf Folgen handeln würde. In der Serie ist die Liebesgeschichte eine wundervolle Drama-Story, die ich unheimlich gut inszeniert fand. Ich habe mit den Charakteren gefühlt und wahnsinnig viele Emotionen durchlebt. Ich wollte, dass die beiden glücklich sind und freute mich unheimlich.
Der Tod von Alex war für mich eine Grausamkeit, insbesondere, wie dieser inszeniert wurde. In den darauffolgenden Rückblenden musste ich unheimlich weinen, weil mich das Ganze extrem emotional mitgezogen hat. Die Rückblenden waren wirklich ein Schuss, direkt durch's Herz. Die beiden hätten nämlich tatsächlich ein wunderschönes Leben führen können, was alleine durch Hyperintelligenz verhindert wurde und mit einem grausam inszenierten Tod endete.
Die fünf Folgen kamen mir vor, wie eine ganz gewöhnliche, 12-teilige Serie. Ich war voller Spannung, Mut, Hoffnung, Trauer, Wut und das in insgesamt unter 5 Serienstunden, verteilt auf 1x3 Folgen und 1x2 Folgen.
Das Ende hat mich unheimlich tief erschüttert, verbittert und unheimlich aggressiv gemacht. Das einem Menschen, das Leben mit einem wundervollen Menschen versaut wurde, nur um ein Geheimnis zu bewahren.
Die gesamte Serieninszenierung und das Schauspiel waren unheimlich echt, impulsiv und nachvollziehbar. Die gesamte Serie, ihre Aufmachung und das Schauspiel waren beeindruckend.
Das Ende ist ein offenes, dass jedoch nicht fortgesetzt wird, jedoch wird mit dem Schlusssatz bereits darauf aufmerksam gemacht, dass die weitere Mission wohl ins Nichts führen wird.
Im Nachhinein bin ich traurig darüber, dass diese wundervolle Liebesgeschichte nach 8 Monaten qualvoll und emotionsvoll endete.

Ich habe keinerlei schlechte Kritik über die Serie, auch wenn es zwischendurch ein wenig schwer war, gewisse Handlungen nach zu vollziehen.
In fünf Folgen und einer Staffel wird unheimlich viel geboten. Von Drama, Liebe, Action, Horror, Thriller und Psycho ist alles wundervoll in eine beeindruckende Serie verpackt worden.

Es kann letztendlich also nur 5 von 5 Sternen für ein beeindruckend mitziehendes, packendes Psychothriller-Drama von mir geben.

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