Eine nackte Nicky wird es auf Patreon nicht (mehr) geben.


Als ob ich nicht schon genug damit zu tun hätte, rechtlich gegen Instagram vorzugehen, weil Sie mein Konto ohne Benachrichtigung oder Verwarnung gelöscht haben, kommt jetzt auch noch Patreon dazu, die sich mal wieder den Zahlungsdienstleistern beugen. Hätte ich mich noch intensiver damit beschäftigt, hätte ich Patreon warscheinlich im Vorraus gar nicht erst gewählt, obwohl mir die Plattform an sich sehr gefällt.

Wie sich herausstellt, ist seit etwa 2017/2018 Patreon strikt gegen Pornographie und sexuelle Inhalte, obwohl sie nicht gegen die > Community-Richtlinien (englisch) verstoßen. In den Community-Richtlinien für erwachsenenorientierte Inhalte heißt es wörtlich:

We ask creators to flag themselves as Adult Content if they create any content that has mature themes such as sexuality or graphic violence.
> Erledigt.

We have zero tolerance when it comes to the glorification of sexual violence which includes bestiality, rape, and child exploitation (i.e., sexualized depiction of minors).
> Kam nicht vor.

We also do not allow other fringe sexual fetish content, such as incest, necrophilia, or fetish content that is hard to distinguish from non-consensual sex.
> Nope, mag ich auch nicht.

Lastly, you cannot sell pornographic material or arrange sexual service(s) as a reward for your patrons.
> Dieser Punkt ist neu. Und interessant.

Denn ich habe weder Pornographie verkauft, noch sexuelle Leistungen als Reward angegeben. Meine Patreon-Seite ist (bzw. war) nämlich ein Misch-Masch aus eigens erstellter Pornographie und Dinge des alltäglichen Lebens. Auch Blogposts, Snapchat-Compilations und Co. sollten auf Patreon landen. Die Seite sollte für jeden sein - und "mehr" bieten. Pornographische Inhalte produziere ich ja schon seit Ewigkeiten, aber nur für mich oder für meine sexuellen Partner. Aber ich dachte mir, dass ich diese auch online veröffentlichen könnte.

Patreon schien dabei sehr genial zu sein, da Patreon auch sexuelle Inhalte erlaubt. Und da diese dort nicht verkauft wurden, sondern einfach zwischendurch "da sein sollten", würde ich auch nicht gegen Community-Guidelines verstoßen. Zudem gibt es mit einer einzigen Google Suche nach "Patreon Porn" hunderte Ergebnisse mit explizit sexuellem Material.

Aber Patreon wasn't having it und hat zunächst mein Account temporär gesperrt. Heute erhielt ich dann die Nachricht, dass der Account eingestellt wurde. Alleine aus Verwaltungszwecken besteht das Patreon-Konto noch, da ich selber darüber backe.

Wie ich herausgefunden habe, war Patreon wahnsinnig tolerant gegenüber Pornographie, Sexarbeitern und Pornodarstellern. Bis Mitte 2017/Anfang 2018 (je nach Quelle) waren diese Inhalte noch erlaubt, bis der böse Onkel PayPal gesagt hat, dass er explizit sexuelle Dienste nicht mehr finanzieren würde.

Anstelle über Co-Tochtern des Zahlungsdienstleisters, die weiterhin Pornographie unterstützen, zu wählen oder gar den Zahlungsprozessoren neu auszuwählen (es gibt VIELE, die selbst PayPal als Schnittstelle anbieten), entschied sich Patreon einfach hunderte, sogar tausende von Konten nach und nach zu sperren und jeden Ansatz von Sex von der Plattform zu verbannen (Interessanter Artikel > hier).

Darunter jetzt auch mein Konto.

Ich bin aber weiterhin daran interessiert, meine Videos und Fotos zu veröffentlichen. Ich weiß, dass Interesse daran besteht, habe ein gutes Following auf PornHub und vor allem: es macht mir Spaß. Ich mache das freiwillig. Es ist nicht so, dass ein Verwalter diese Konten erstellt hat, sondern ich.

Wer also eine Alternative zu Patreon hat, darf mir das gerne in die Kommentare schreiben. Bis dahin werden Inhalte ganz einfach über JustForFans und über das PornHub Network vertrieben. Dann sollen die sich die Einnahmen eben einstecken.

Was mich an dieser Sache am meisten stört ist, dass Patreon einen extrem sicheren Platz für Sexarbeiter, Künstler, Darsteller und viele mehr geboten hat, die ihren Content einfach, schnell und frei veröffentlichen konnten. Sie mussten sich nicht an ein Studio binden, lange Verträge unterschreiben oder ihre Sicherheit auf's Spiel setzen, sondern konnten schlichtweg online für Interessierte ihre Darstellungen anbieten. Und dabei hätte es bleiben müssen.

Wer sich sehr für dieses Thema interessiert, kann hier mehr lesen:
An Open Letter To Patreon
Why Adult Content Creators Are Mad At Patreon
Adult Content Creators Are Fighting Patreon's New Anti-Porn Rules
Patreon Is Suspending Adult Content Creators Because of Its Payment Partners
Eine nackte Nicky wird es auf Patreon nicht (mehr) geben. Eine nackte Nicky wird es auf Patreon nicht (mehr) geben. Reviewed by Nico Pahl on 21:00 Rating: 5

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